Server-Housing

Für die Server- und Maschinenräume sowie für größere IT-Labore sind neben Klimatisierung und Stromversorgung viele zusätzliche Maßnahmen wie Brandschutz, Doppelboden, Einbringschacht für Großgeräte, Zutrittskontrolle uvm. zu berücksichtigen.

Insbesondere ist eine antistatische Versiegelung des Bodens und der Wände notwendig, auch damit nicht Zementstaub etc. in die Geräte gelangt und Ausfälle verursacht.

Was bedeutet Serverhousing?

Der ZID betreibt an allen Standorten der TU Graz Maschinenräume, in denen neben den IT-Servern auch Klima- & USV-Anlagen, Brandschutzeinrichtungen sowie Strom- und Netzwerkschränke untergebracht sind.

Institute haben die Möglichkeit im Rahmen des Serverhousing ihre Server in diesen Räumen im Rahmen freier Ressourcen unterzustellen.

In Räumen mit Serverhousing für Institute können Server in 19" Rackbauweise untergebracht werden, Standort-abhängig evtl. auch Server in Tower-Gehäusen. Den Instituten wird dazu wo möglich ein verschließbarer Platz in einem 19" Rack angeboten. In Räumen mit Kaltgangeinhausung sind 19" Geräte Bedingung.

Es gelten die Nutzungsbedingungen dieses Service des ZID.

Wo befinden sich die Maschinenräume?

Aufgrund der drei grossen Campusbereiche Alte Technik, Neue Technik und Inffeldgründe sind diverse Maschinen-Räume, in Abhängigkeit von den Anforderungen der Institutionen, als Infrastrukturmassnahme eingerichtet worden.

Eine Vielzahl von Datei- und Webservern sowie kleinen Rechensystemen zur Simulation und Visualisierung sind für die Institute unterzubringen.

Zentrale Schwerpunkte bilden dabei die Daten-Server (Daten-/Druckserver, ownCloud und FTP-Server mit Ceph-Cluster), die Mailserver- /Sharepoint-/Sql-Infrastruktur sowie die Linux-Cluster und GPU-Nodes für das HochLeistungsRechnen.

Was ist bzgl. Klimatisierung zu beachten?

Generell ist bei der Klimatisierung auf große Ventilatoren und Kühlregister zu achten, um eine gute Kühlwirkung zu erreichen. Die Luftstromgeschwindigkeit der kalten Luft darf jedoch nicht zu hoch sein, ansonsten können die kleinen Gehäuselüfter nicht ausreichend kühle Luft ansaugen, drehen sich dann schneller, werden sehr laut und verbrauchen zu viel Strom. Daher ist die Lufströmung der Raumgröße anzupassen und umgekehrt; zu kleine Räume verhindern eine gute Kühlung der Geräte.

Auf eine ausreichende Luftfeuchtigkeit ist zu achten, da zu trockene Luft eine deutlich geringe Kühlwirkung hat und zudem elektrostatische Probleme bewirken kann.

Zudem sinkt die effektive Leistung einer Klimaanlage bei hohen Außentemperaturen, und ein Vollastbetreib von Klimaanlagen ist erheblich unwirtschaftlich und nicht langfristig vorgesehen. Daher sind die Kühlleistungen der Aggregate mit entsprechenden Reserven vorzusehen. Trotz meist redundanter Ausführung von Klimaanlagen kann es immer wieder mal zu Ausfällen von Lüftern etc. kommen, so dass innerhalb kürzester Zeit hohe Raumtemperaturen erreicht werden; ein Betrieb ist dann nur noch eingeschränkt möglich und auch nur, wenn es Fenster nach außen in dem Raum gibt (mit allen Vor- und Nachteilen was die Sicherheit betrifft), um Frischluft zu erhalten.

Stromausfälle von mehr als 10 Minuten führen schnell zu einer Überhitzung der Maschinenräume, da die Klimaanlagen ohne Strom nicht funktionieren. Daher sind die Server bzw. Rechencluster rechtzeitig herunterzufahren, um Schäden an der Hardware zu vermeiden.

Was ist bzgl. Stromversorgung wichtig?

Alle IT-Server müssen über eine USV-Anlage mit Strom versorgt werden. Diese schützt nicht nur vor Überspannungen bei Blitzschlag etc. sondern erlaubt auch bei Stromausfällen eine Fortführung des Betriebes, so dass keine Hardwareschäden oder Datenverluste entstehen; zudem wird ein kontrolliertes Abschalten der Server bei längerem Stromausfall ermöglicht, wenn die Akkumulatoren-Bänke entsprechend dimensioniert sind und auch Stromausfällen von über 20 Minuten durchstehen können.

In der Praxis haben sich größere Anlagen bewährt, da die Verlustleistungen von mehreren Kleinanlagen wirtschaftlich nicht vertretbar sind. Eine USV-Anlage erbringt ihre Nennleistung jedoch nur, wenn alle Abgänge symmetrisch belastet werden. Aufgrund des Einsatzes von heterogener Server-Hardware ist dies in der Praxis jedoch nicht immer realisierbar.

Weiterhin sind lange USV-Standzeiten von Vorteil, wenn die Maschinenräume örtlich weit voneinander entfernt sind. So haben Systemadministratoren genüg Zeit vor-Ort einzutreffen, sollte ein Zugriff per remote connection nicht mehr möglich sein. Aus diesem Grund sind u.U. auch Admin-Workstations bzw. -Kleinrechner mit einer USV-Versorgung vorzusehen.

Welches Konzept zu M-Räumen wird an der TU gelebt?

In dem hier verfügbaren Konzept für Maschinenräume sind die aus Sicht des ZID notwendige Ausstattung (Klima, USV, Brandschutz, Zutritt u.a.) unter besonderer Berücksichtigung einer wirtschaftlichen Nutzung dargestellt.

Welche Richtlinien zu den Maschinen-Räumen gibt es?